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Finanzminister zeichnet rund 700 Mitarbeiter als Menschen des Respekts aus

Einzigartige Überstunden-Spendenaktion: „Einer für alle und alle für einen! Mitgefühl und Solidarität machen Sie zu Menschen des Respekts“

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer mit rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Seidel und ihres Tochterunternehmens
So sieht gelebte Solidarität aus: Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ehrt rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Seidel und ihres Tochterunternehmens als Menschen des Respekts.

Im vergangenen Jahr spendeten die rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mittelhessischen Firma Seidel und des Tochterunternehmens Carus knapp 3.300 Überstunden für einen Kollegen, damit dieser ausreichend Zeit hat, sich um seinen an Leukämie erkrankten kleinen Sohn zu kümmern. Für die beeindruckende und einzigartige Spendenaktion zeichnete Staatsminister Dr. Thomas Schäfer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Namen der Hessischen Landesregierung als „Menschen des Respekts“ aus. „Sie zeigen tiefes Mitgefühl und Solidarität und helfen so auf wunderbare Art und Weise einem Arbeitskollegen und seinem kleinen Sohn, mutig dem Schicksal die Stirn zu bieten. ‚Einer für alle und alle für einen‘, so stehen Sie zusammen und genau dies macht Sie zu ‚Menschen des Respekts‘“, sagte Thomas Schäfer an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet.

„RESPEKT FÜR EINE BEISPIELLOSE SPENDENAKTION“

Der Finanzminister kam heute an den Firmensitz nach Fronhausen, um den Angestellten im Namen der Landesregierung seinen „Respekt für eine beispiellose Spendenaktion“ auszudrücken. Im vergangenen Jahr musste der damals dreijährige Sohn von Andreas Graf auf Grund einer Leukämie-Erkrankung zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Da der Vater selbst seinen Jahresurlaub bereits aufgebraucht hatte, schenkten ihm seine Kollegen kurzerhand eigene Überstunden – Zeit, die der 36-jährige so dringend benötigte, um seinem Sohn bei der Chemotherapie zur Seite stehen zur können. „Ihre Aktion macht sprachlos, weil sie so selbstlos ist. Ihre Aktion rührt an, weil ein jeder gleich spürt, dass hier Menschen mit einem guten Herz sind. Und Ihre Aktion ist ein leuchtendes Beispiel für uns alle, weil sie zeigt, dass kein Mensch mit seinem Schicksal allein sein muss, wenn wir als Gemeinschaft zusammenstehen und für einander da sind. Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, Sie alle als ‚Menschen des Respekts‘ auszeichnen zu dürfen!“, würdigte der Minister die Aktion. Jeder Mitarbeiter erhält im Zuge der Auszeichnung ein Dankesschreiben von Hessens Finanzminister.        

Schnell und unkonventionell war die Hilfe für Andreas Graf und seinen Sohn: Listen wurden in den Gängen der Firma ausgehängt, manche Mitarbeiter spendeten 30 Überstunden. Alle beteiligten sich an der Aktion und auch die Geschäftsführung ging mit gutem Beispiel voran. Innerhalb von zwei Wochen kamen fast 3.300 Überstunden zusammen. „Hier wird das Zwischenmenschliche gelebt“, so Thomas Schäfer, der auch für die Geschäftsführung lobende Worte fand: „Die Aktion wurde durch Sie nicht nur von Beginn an unterstützt, sondern sogar ins Leben gerufen. Auch in zahlreichen anderen Fällen, in denen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter privat in Not gerieten, haben Sie bereits großzügig geholfen. Sie kommen der Sorgfaltspflicht für Ihre Angestellten nicht nur nach, sondern gehen auch darüber hinaus. Daran können und sollten sich auch Unternehmen ein gutes Beispiel nehmen.“

ANDREAS GRAF ARBEITET WIEDER HALBTAGS, SEIN SOHN IST AUF DEM WEG DER BESSERUNG

Mittlerweile arbeitet Andreas Graf wieder halbtags. Sein Sohn befindet sich weiterhin in Behandlung, aber auf dem Weg der Besserung. Persönliche Worte richtete Thomas Schäfer auch an den Vater: „Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Graf, dass Ihr Sohn wieder ganz gesund wird und Sie beide in Zukunft wieder ein unbeschwertes Leben führen können. Jeden Tag drücken Ihnen in dieser Firma rund 700 Menschen ganz fest die Damen. Auch meine Daumen sind ganz fest gedrückt – gemeinsam mit vielen weiteren Menschen, die Ihre Geschichte hörten und davon berührt wurden, wünsche ich Ihnen beiden alles erdenklich Gute.“