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Wissenschaftsminister Boris Rhein und Autorin Nele Neuhaus zeichnen Preisträger des Schreibwettbewerbs in Darmstadt aus

Boris Rhein: „Die Jugendlichen beschreiben mit großem Talent und Sensibilität, wie Respekt im Alltag gelebt werden kann“.

Gruppenfoto von Minister Rhein, Valentina Göhler, Lea Vanessa Schuchmann, Nele Neuhaus, Lara Wolf, Anne Riedl und Malena Röhrig
Abgebildet sind (von links nach rechts): Minister Rhein, Valentina Göhler, Lea Vanessa Schuchmann, Nele Neuhaus, Lara Wolf, Anne Riedl und Malena Röhrig.

Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, und die Autorin Nele Neuhaus haben heute in Darmstadt die letzten fünf Preisträgerinnen des regionalen Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ ausgezeichnet. Valentina Göhler aus Pfungstadt, Anne Riedl aus Heppenheim, Malena Röhrig aus Heppenheim, Lea Schuchmann aus Roßdorf und Lara Wolf aus Bickenbach haben die ausgewählten Sieger-Texte zum Thema „Respekt“ geschrieben. Mit den 44 Einsendungen aus Südhessen haben an den fünf regionalen Schreibwettbewerben in Darmstadt, Fulda, Gießen, Kassel und Wiesbaden insgesamt fast 300 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

„Die Jugendlichen beschreiben in ihren Kurzgeschichten mit großem Talent und Sensibilität, wie Respekt im Alltag gelebt werden kann. Wenn wir mit dem Schreibwettbewerb diese Impulse gesetzt haben, ist dies ein herausragender Erfolg der Initiative ‘Hessen lebt Respekt‘ und freut mich sehr“, sagte Minister Boris Rhein bei der Vorstellung der Preisträgerinnen. Auch Projektpatin Nele Neuhaus zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung und den Abwechslungsreichtum der Geschichten: „Wir haben von den Kindern und Jugendlichen vielfältige Lebenssituationen mit einem so großen Einfühlungs- und Sprachvermögen geschildert bekommen, dass ich sicher bin: Sie haben nicht nur verstanden, was Respekt bedeutet, sie leben diesen auch.“

Große Bandbreite der Erzählungen

Der Schreibwettbewerb, den die Hessische Landesregierung und die Nele-NeuhausStiftung im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ ausgerichtet haben, endet mit der Preisverleihung in Darmstadt. In der Region Südhessen wurde die Ausschreibung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Darmstadt und dem Darmstädter Echo durchgeführt.

Die ausgezeichneten Beiträge hat die Autorin sowohl nach inhaltlichen als auch fachlichen Kriterien ausgewählt. „Die Bandbreite der Erzählungen war diesmal ausgesprochen groß und reichte von Geschichten aus dem Schulalltag, über Freundschaftserlebnisse bis hin zu Aufsätzen über das Verständnis von Respekt in den unterschiedlichsten Situationen“, resümierte Nele Neuhaus. „Kinder und Jugendliche spüren, wo die Grenze zwischen Gedanken- und Respektlosigkeit verläuft und im Zusammenleben mehr Achtung und Rücksichtnahme erforderlich ist. Wenn sie dieses Verständnis zeigen und mit eigenen Worten für ein gutes Miteinander werben, wirkt dies weit mehr als lange Vorträge oder ein erhobener Zeigefinger.“ Deshalb engagiert sich die Schriftstellerin auch mit ihrer Stiftung besonders für die Förderung der Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz von Jugendlichen.

Beiträge zeigen Fähigkeit zur Empathie und Zivilcourage

Auch Minister Boris Rhein hob die Kreativität und Moral der eingereichten Beiträge besonders hervor. „Sie zeigen einmal mehr, welche Bedeutung gut erzählte Geschichten entfalten können. Die jungen Autorinnen haben sich in andere hineinversetzt, lebensnahe Situationen beschrieben und Grundwerte eines guten Zusammenlebens aufgezeigt, wie Respekt, Rücksichtnahme und Achtsamkeit gegenüber Mensch und Natur. Diese Fähigkeit zur Empathie und Zivilcourage beeindruckt mich sehr.“ So fordert die 13-jährige Malena Röhrig in der Geschichte „Der verwirrte Bauer“ mehr Respekt gegenüber dementen Menschen ein. Während die fünfzehnjährige Valentina Göhler („Eine Freundschaft mit Respekt“) die alltägliche Rücksichtslosigkeit unter Freunden beschreibt, appelliert die 12 Jahre alte Lea Schuchmann („Rotblaugrün“) in eindringlicher Weise dafür, bei Mobbing und Gewalt in der Schule nicht wegzusehen. Dass Fairness und Rücksicht im Sport ein größerer Gewinn sein kann als ein Sieg beim Wettkampf, zeigt die gleichaltrige Lara Wolf in ihrer Erzählung „Verloren und trotzdem gewonnen“. Der Achtung vor dem Leben im Kleinen wie im Großen widmet sich die 14-jährige Anne Riedl in ihrer berührenden Geschichte „Die Biene“.

Der Wissenschaftsminister überreichte den ausgewählten Mädchen in Vertretung des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier eine Urkunde und lud sie zu einer zweitägigen Schreibwerkstatt mit Nele Neuhaus und anderen Coaches im März diesen Jahres ein, die von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Außerdem wurden unter allen Einsendern handsignierte Jugendbücher von Nele Neuhaus, DVDs, T-Shirts und Schlüsselanhänger verlost.

Texte der Preisträger: