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Verein Theater GegenStand e.V. als „Ort des Respekts“ ausgezeichnet

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreichte die Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten zum „Ort des Respekts“ an den Theaterverein.

Stefan Blix und Inga Berlin vom Verein Theater GegenStand e.V. mit Finanzminister Dr. Thomas Schäfer
Stefan Blix und Inga Berlin vom Verein Theater GegenStand e.V. freuen sich gemeinsam mit Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer über die Auszeichnung.

„Andersartigkeit von Menschen ist keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung unseres Zusammenlebens. Diesen Grundgedanken vermittelt das Programm ,Vom Zuhören und Dazugehören‘ des Marburger Vereins Theater GegenStand e.V. kindgerecht und spielerisch, denn es wendet sich an Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter.“ Mit diesen Worten hat Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Auszeichnung des Hessischen Ministerpräsidenten zum „Ort des Respekts“ an den Theaterverein überreicht. Sie ist mit einer Förderung in Höhe von 6.500 Euro verbunden.

Präventionsarbeit gegen Rassismus und Diskriminierung

Schäfer gratulierte dem Vereinsvorstand zur Auszeichnung: „Sie leisten wichtige Präventionsarbeit gegen Rassismus und Diskriminierung. Im Rahmen Ihrer Schulbesuche im Landkreis Marburg-Biedenkopf zeigen Sie Kindern auf, wie diskriminierendes Verhalten oft unterschwellig im Alltag entsteht – und was man dagegen tun kann.“ Das theaterpädagogische Programm sei auch deshalb vorbildlich, weil die Schauspieler und Pädagogen des Vereins sich intensiv mit den Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler auseinandersetzten, so der Minister weiter. „Durch Ihre Erfahrung können Sie somit besonders gut auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.“

Das Landesprogramm „Orte des Respekts“ umfasst 150.000 Euro, mit denen im „Jahr des Respekts“ Initiativen und Projekte gefördert werden sollen, die als Vorzeigebeispiele gelebten Miteinanders und Respekt dienen. Gefördert werden Modellvorhaben wie Bildungsmaßnahmen, Beteiligungsprojekte und Begegnungsangebote, die die Stärkung eines respektvollen gesellschaftlichen Zusammenlebens zum Ziel haben.

Das Marburger Theater GegenStand besteht seit 1994. Seine Mitglieder entwickeln langfristige Theaterprojekte, die der pädagogischen Vermittlung verschiedener Themen dienen. So hat der Verein in der Vergangenheit beispielsweise Programme für Grundschulen zur Verkehrserziehung und zur Missbrauchsprävention erarbeitet und durchgeführt.

„In unseren Grundschulen lernen häufig Schülerinnen und Schülern ganz unterschiedlicher Herkunft in den Klassengemeinschaften. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, den Jüngsten ein wertschätzendes Miteinander zu vermitteln. Das Programm ,Vom Zuhören und Dazugehören‘ bietet hier eine sinnvolle Ergänzung zur Präventionsarbeit durch die Lehrkräfte“, sagte der Finanzminister.