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„Respekt im Sport“ – Workshops in Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtungen starten

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Flüchtlingen auf sportliche Art, Werte wie Respekt, Fair Play und Teamgeist vermitteln“

Respekt im Sport
Workshop in Büdingen

Im von der Hessischen Landesregierung ausgerufenen „Jahr des Respekts“ sind heute in der Erstaufnahmeeinrichtung in Büdingen die Schulungsmaßnahmen der Bildungsakademie des Landessportbundes für Multiplikatoren gestartet, die sich mit Sportangeboten für Flüchtlinge engagieren. „Der Sport ist ein wichtiger Gesellschaftsbereich, der auf ein funktionierendes Miteinander, Regeln und Fairness angewiesen ist. Er bietet ein hervorragendes Handlungsfeld, um insbesondere auch Flüchtlingen eine Brücke in unsere Gesellschaft zu bauen und Werte zu vermitteln. Mit dem neuen Programm werden ‚Sportcoaches‘ und Übungsleiter geschult, um den Neuankömmlingen auf sportliche und spielerische Art, Werte wie Respekt, Fair Play und Teamgeist zu vermitteln“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Respekt- und Wertevermittlung im Sport

Die Respekt- und Wertevermittlung ist in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt der Sportangebote in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, die beim Regierungspräsidium Gießen angesiedelt sind. Im ersten Workshop mit gut zwei Dutzend Teilnehmern werden Mitarbeiter, die in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Sport verantwortlich sind, und Übungsleiter weitergebildet.

Ein weiterer Workshop ist am 13. März am Standort in Neustadt geplant. Dabei sollen am Beispiel der eigenen Erfahrungen und Haltungen gemeinsam Hilfen zu einer gelungenen Umsetzung von Respekt und Fairplay in die tägliche Praxis entwickelt werden. Die Fortbildung bildet auch die Basis für eine Erweiterung der bestehenden Sportangebote in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen. Mit diesen Angeboten sollen Flüchtlinge ein respektvolles Miteinander durch den Sport erleben und Begegnungen mit Sportaktiven aus den Kommunen gefördert werden.

Weiterer Baustein des Projektbereichs „Respekt im Sport“ der Kampagne des Landes ist die Verstärkung der Respekt-Thematik in Fortbildungsangeboten des Landessportbundes und seiner Bildungsakademie sowie der Sportjugend Hessen. Auch bei der Ausbildung der „Sportcoaches“ im Rahmen des Programms „Sport und Flüchtlinge“ sowie bei Themen- und Aktionstagen, beispielsweise der Sportkreise, soll die Bedeutung des Respekts im Sport weiter herausgestellt werden.

Fairness und Rücksichtnahme gegenüber anderen

„Kaum ein Bereich eignet sich so wie das sportliche Miteinander, um Werte wie Fairness und Rücksichtnahme gegenüber anderen, die Anerkennung unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sowie Teamgeist auf dem Platz und im alltäglichen Zusammenleben zu vermitteln. Im Sport lernen alle, vor allem Kinder und Jugendliche, fair miteinander umzugehen. Sport schafft Respekt und Anerkennung. In diesem Sinn wirken die Sportvereine, die Fachverbände und Sportkreise seit Jahrzehnten mit ihrer Jugend- und Erwachsenenarbeit für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Deshalb ist der ‚Respekt im Sport‘ ein wichtiger Beitrag unserer landesweiten Initiative ‚Hessen lebt Respekt‘“, unterstrich Ministerpräsident Bouffier.