Direkt zum Inhalt

„Respekt im Sport“ – Coach-Schulung in Neustadt

Wertevermittlung auf sportliche Art

Hessen lebt Respekt

Im von der Hessischen Landesregierung ausgerufenen „Jahr des Respekts“ sind heute in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt die Schulungsmaßnahmen der Bildungsakademie des Landessportbundes für Multiplikatoren gestartet, die sich mit Sportangeboten für Flüchtlinge engagieren. „Der Sport ist ein wichtiger Gesellschaftsbereich, der auf ein funktionierendes Miteinander, Regeln und Fairness angewiesen ist. Er bietet ein hervorragendes Handlungsfeld, um insbesondere auch Flüchtlingen eine Brücke in unsere Gesellschaft zu bauen und Werte zu vermitteln. Mit dem neuen Programm werden ‚Sportcoaches‘ und Übungsleiter geschult, um den Neuankömmlingen auf sportliche und spielerische Art, Werte wie Respekt, Fair Play und Teamgeist zu vermitteln“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Respekt- und Wertevermittlung im Sport

Die Respekt- und Wertevermittlung ist in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt der Sportangebote in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes, die beim Regierungspräsidium Gießen angesiedelt sind. Im Workshop in Neustadt wurden Mitarbeiter, die in der Erstaufnahmeeinrichtung für Sport verantwortlich sind, und Übungsleiter weitergebildet. Themen des Workshops waren die Definition von Respekt im Sport, im Alltag und in verschiedenen Berufsgruppen. Auch der Stellenwert des Themas Respekt in den Medien, insbesondere im Internet wurde diskutiert. Am Beispiel der eigenen Erfahrungen und Haltungen haben die Workshopteilnehmer gemeinsam Hilfen zu einer gelungenen Umsetzung von Respekt und Fairplay in die tägliche Praxis entwickelt. Die Fortbildung bildet auch die Basis für eine Erweiterung der bestehenden Sportangebote in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen. Mit diesen Angeboten sollen Flüchtlinge ein respektvolles Miteinander durch den Sport erleben und Begegnungen mit Sportaktiven aus den Kommunen gefördert werden.

Weiterer Baustein des Projektbereichs „Respekt im Sport“ der Kampagne des Landes ist die Verstärkung der Respekt-Thematik in Fortbildungsangeboten des Landessportbundes und seiner Bildungsakademie sowie der Sportjugend Hessen. Auch bei der Ausbildung der „Sportcoaches“ im Rahmen des Programms „Sport und Flüchtlinge“ sowie bei Themen- und Aktionstagen, beispielsweise der Sportkreise, soll die Bedeutung des Respekts im Sport weiter herausgestellt werden.

Fairness und Rücksichtnahme gegenüber Anderen

„Kaum ein Bereich eignet sich so wie das sportliche Miteinander, um Werte wie Fairness und Rücksichtnahme gegenüber anderen, die Anerkennung unterschiedlicher Herkunft und Kulturen sowie Teamgeist auf dem Platz und im alltäglichen Zusammenleben zu vermitteln. Im Sport lernen alle, vor allem Kinder und Jugendliche, fair miteinander umzugehen. Sport schafft Respekt und Anerkennung. In diesem Sinn wirken die Sportvereine, die Fachverbände und Sportkreise seit Jahrzehnten mit ihrer Jugend- und Erwachsenenarbeit für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Deshalb ist der ‚Respekt im Sport‘ ein wichtiger Beitrag unserer landesweiten Initiative ‚Hessen lebt Respekt‘“, unterstrich Ministerpräsident Bouffier.