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Respekt digital: Workshop gegen Hass, Fake News und Mobbing im Internet

Regierungssprecher Michael Bußer diskutiert mit Schülerinnen und Schülern der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda über den Umgang in sozialen Medien: „Jugendliche für ein respektvolles Miteinander im Internet sensibilisieren“

Regierungssprecher Michael Bußer mit Schülerinnen und Schülern der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda
Regierungssprecher Michael Bußer mit Schülerinnen und Schülern der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda

Der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, hat heute einen Workshop in der Fuldaer Rabanus-Maurus-Schule besucht, der sich mit den Auswirkungen von Hass, Fake News und Mobbing im Internet beschäftigt. Dabei diskutierte er mit Schülerinnen und Schülern über einen respektvollen Umgang in den sozialen Medien und ihre eigenen Erfahrungen. „Soziale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Vor allem junge Menschen sind heute täglich auf Facebook, Instagram und Snapchat unterwegs. Dabei geht es neben den Informationen vor allem um die Kommunikation miteinander. Allerdings lernen die Jugendlichen dabei auch die Schattenseiten der Netzwerke kennen: persönliche Beleidigungen, Cybermobbing, Hasskommentare und falsche Nachrichten“, sagte der Regierungssprecher.

Themenschwerpunkt neue Medien

Die Hessische Landesregierung will mit dem von ihr ausgerufenen „Jahr des Respekts“ ein deutliches Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in der Gesellschaft setzen. Dabei werben verschiedene Aktionen für Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft, zum Beispiel gegenüber Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, im Sport und im Straßenverkehr, aber auch gegenüber Flüchtlingen oder älteren Menschen. Ein Themenschwerpunkt liegt auf den neuen Medien.

Anonymität im Netz senkt Hemmschwelle

„Früher gab es Mobbing vor allem auf dem Schulhof. Heute spielt das Thema in den sozialen Medien eine große Rolle. Die Hemmschwelle, einen anderen Menschen zu beleidigen, sinkt, wenn er einem nicht persönlich gegenüber steht. Die Anonymität im Internet verstärkt dies noch“, sagte der Staatssekretär. Dieses Verhalten träfe jede Altersgruppe, so Bußer weiter, aber für junge Menschen sei es besonders schwer, diese Erfahrungen zu bewältigen. „Dabei lauern die Gefahren durch verletzende Kommentare ebenso wie durch verdeckte oder offene Beeinflussung von extremistischen und populistischen Meinungsmachern. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir mit dem Projekt jugendliche Internetnutzer in medienpädagogischen Workshops für das Thema sensibilisieren und Vorschläge sowie Motive erarbeiten lassen, die für einen respektvolleren Umgang in den sozialen Medien werben“, sagte der Regierungssprecher. An die Schülerinnen und Schüler appellierte er, sich darüber bewusst zu sein, dass böse Gerüchte, gemeine Bilder oder hasserfüllte Aussagen im Internet großen Schaden bei den Betroffenen anrichten können.

Medienbildung und praktische Medienproduktion im Workshop

Das Projekt „Respekt digital“ zum Thema Cybermobbing wird in Kooperation mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) veranstaltet. Die Rabanus-Maurus-Schule in Fulda ist eine von fünf hessischen Schulen, die nach einer Bewerbung für einen viertägigen Workshop ausgewählt wurden. Er besteht in der ersten Phase aus einer zweitägigen Medienbildung durch die Coaches der Agentur Medienblau. Hierbei erfahren die Jugendlichen zum Beispiel, mit welchen Mitteln sie die Seriosität von Webseiten oder den Wahrheitsgehalt von YouTube-Videos überprüfen können. Sie erhalten auch Tipps dazu, wie man Manipulationen an Bildern erkennen kann. Im zweiten Teil folgen zwei Tage praktische Medienproduktion. Hierbei erstellen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Medienprofis eigene Videos, Musikstücke oder Fotos, die für mehr Respekt im Internet werben und Jugendliche ansprechen sollen. Diese werden später über die Online-Kanäle der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ verbreitet.