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Norbert Otto mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Samstag das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Norbert Otto aus Gemünden (Wohra) (Landkreis Waldeck-Frankenberg) überreicht.

Europastaatssekretär Mark Weinmeister zeichnet Norbert Otto aus Gemünden (Wohra) für sein ehrenamtliches Engagement aus
Europastaatssekretär Mark Weinmeister zeichnet Norbert Otto aus Gemünden (Wohra) für sein ehrenamtliches Engagement aus

Mit der Ehrung wird sein jahrzehntelanges und vielfältiges Engagement für die Gemeinde Gemünden gewürdigt. „Sie sind ein Vereinsmensch im besten Sinne – nicht für sich selbst, sondern für die Gemeinschaft und die Stadtgesellschaft“, sagte Weinmeister bei der Feierstunde im Bürgerhaus der Stadt Gemünden. 

Zur Person Norbert Otto

Norbert Otto ist Maschinenbauingenieur und Berufsoffizier gewesen und hat während seines Berufslebens in einer Vielzahl von Funktionen gearbeitet. 1998 schied er im Rang eines Obersts altersbedingt aus dem Bundeswehrdienst aus. 

Im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) wirkte er ab 1992 sechs Jahre lang als Obmann der Bezirksgruppe Bonn. In dieser Funktion war er auch Mitglied im Vorstand des Kölner VDI-Bezirksvereins.

Engagement im Tennisclub

Otto hat sich durch seinen herausragenden Einsatz für die Bürger der Stadt Gemünden (Wohra) und darüber hinaus große Verdienste erworben. Ab 2001 war er sieben Jahre lang Vorsitzender des Tennisclubs Gemünden (Wohra). In diese Zeit fiel der Bau eines Vereinsheims. Bauanträge, Fördermittelbeschaffung, organisatorische Fragen sowie zahllose Baubesprechungen standen in dieser Zeit auf seinem Programm. Als Vorsitzender trug er zudem die Verantwortung für das Projekt, das ohne den immensen Einsatz von Norbert Otto nicht realisierbar gewesen wäre.

Förderer der Kirchensanierung

2003 übernahm Norbert Otto den Vorsitz des Fördervereins zur Innensanierung der evangelischen Stadtkirche in Gemünden (Wohra), der gegründet wurde, als an der Kirche substanzielle Schäden im Dachbereich festgestellt wurden. Schnell wurde klar, dass auch der Innenbereich der Kirche von Renovierungsarbeiten betroffen sein würde. Die Kosten für die Dachsanierung wurden von der Landeskirche getragen, die Kosten der Innenrenovierung waren von der Kirchengemeinde zu tragen. Otto initiierte und organisierte zahlreiche Veranstaltungen, bei denen insgesamt 130.000 Euro Spenden gesammelt wurden.

Im Rahmen der Kirchensanierung fanden archäologische Ausgrabungen statt, die ursprünglich nicht geplant waren, den Bauzeitraum aber erheblich verlängert und den finanziellen Aufwand deutlich gesteigert haben. Norbert Otto hat diese Ausgrabungen begleitet und dokumentiert. Auch die aufwendige Sanierung der Oestreich-Orgel fiel in seinen Tätigkeitsbereich.

Vorsitz des Museumsvereins

Nachdem die Stadt Gemünden in 2007 ein bürgerliches Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert mit angrenzender Scheune gekauft hatte, um dort ein Museum einzurichten, legte der damalige Bürgermeister Rainer Opper die Aufgabe in die Hände von Norbert Otto. Als Vorsitzender des Museumsvereins – Verein „Bürgertreff und Stadtmuseum Gemünden“ hat er sich maßgeblich um die Renovierung sowie Fragen der Organisation, Abwicklung, Spendensammlung und Mitgliedermotivation gekümmert. Der Verein besitzt aktuell rund 150 Exponate aus der Geschichte der Stadt Gemünden. Die Sammlung wird durch eine Fotosammlung von rund 2.000 alten Bildern Gemündens abgerundet. Otto hat diese Dinge inventarisiert, katalogisiert und die Fotos digitalisiert, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Das Museum ist ihm eine Herzensangelegenheit und wurde unter seiner Regie zu einem sozialen und kulturellen Treffpunkt.

Darüber hinaus war Norbert Otto maßgeblich in die Errichtung eines 1,8 Kilometer langen Erlebnispfades der Stadt Gemünden (Wohra) eingebunden.