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Kinder geben Rasern die Gelbe Karte

„Hessen lebt Respekt“: Innenminister Beuth und Kultusminister Lorz werben zum Schulanfang mit „Blitz für Kids“-Aktion für Rücksicht im Straßenverkehr

„Blitz für Kids“-Aktion
„Blitz für Kids“-Aktion

Hessens Innenminister Peter Beuth und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz haben heute gemeinsam mit Schulkindern der Grundschule Bierstadt bei Autofahrern für Rücksicht und Respekt geworben. Im Zuge der Initiative „Hessen lebt Respekt“ warben die Minister mit dem Präventionsprogramm „Blitz für Kids“ für ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr.

„Kinder gehören zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern, weil sie sich in einer anderen Erfahrungs- und Erlebniswelt befinden als Erwachsene. Entfernungen können Kinder oft noch nicht richtig einschätzen. Deshalb ist uns neben der altersgemäßen Verkehrserziehung der Schülerinnen und Schüler auch die Sensibilisierung der übrigen Verkehrsteilnehmer wichtig. Wir wollen, dass alle Kinder wohlbehalten in die Schule und wieder nach Hause kommen“, so Innenminister Peter Beuth.

„Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass vor allem Autofahrer aus Aktionen wie der heutigen lernen. Lob von den Schülerinnen und Schülern freut besonders, Tadel wiegt oft doppelt schwer und bleibt länger im Gedächtnis. Daher ist ‚Blitz für Kids‘ eine tolle Aktion“, sagte Kultusminister Alexander Lorz.

Bei der „Blitz für Kids“-Aktion kontrollierte die Polizei gemeinsam mit Viertklässlern der Bierstädter Grundschule den Verkehr. Die Schüler zeigten dabei vorbildlichen Autofahrern zum Dank eine grüne Karte. Rasern übergaben die Kinder hingegen eine gelbe Karte. Dabei wiesen die Schüler die Verkehrssünder auf die Gefahren zu schnellen Fahrens hin und forderten sie auf, die zulässige Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.

„Blitz für Kids“-Aktion
„Blitz für Kids“-Aktion. Foto: HKM

Hintergrund:

In die Wiesbadener Grundschulen wurden dieses Jahr insgesamt rund 2.900 Kinder eingeschult. Da dem Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer besondere Bedeutung zukommt, führt die Polizei zum Schulanfang zielgerichtete Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder auf dem Schulweg durch. Im Fokus stehen dabei unter anderem Geschwindigkeitsmessungen vor Schulen und auf den Schulwegen. Zugleich werden Kindersicherungen und Gurtanlegepflicht überprüft.

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sind im Jahr 2015 bundesweit insgesamt 28.235 Kinder (2014: 28.603) im Straßenverkehr verunglückt. Davon wurden 84 Kinder (2014 waren es 71 Kinder) tödlich verletzt. Im Jahr 2016 verunglückten im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen insgesamt 292 Kinder als aktive oder passive (Mitfahrer) Verkehrsteilnehmer. Davon ereigneten sich 47 Unfälle auf dem Schulweg.

„Blitz für Kids“-Aktion
„Blitz für Kids“-Aktion. Foto: HKM