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(Kein) Respekt vor Schiedsrichtern?

Diskussionsveranstaltung mit Ehrungen

Staatssekretär Michael Bußer im Kreis ausgezeichneter Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter
Staatssekretär Michael Bußer im Kreis ausgezeichneter Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter

Sie sind oft genug die Buhmänner der (Sport-)Nation. Für Entscheidungen, die sie in Sekundenbruchteilen situativ treffen müssen, schlagen ihnen nicht selten Anfeindungen von Zuschauern und Spielern entgegen. Die Rede ist von den Schiedsrichtern, Kampfrichtern und Wertungsrichtern, die Wochenende für Wochenende auf Hessens Sportplätzen oder in Hessens Sporthallen Spiele leiten oder Vergleichskämpfe bewerten. Grund genug für den Landessportbund Hessen, in einer Veranstaltung unter dem Titel „(Kein) Respekt vor Schiedsrichtern?“ die Situation der Unparteiischen zu beleuchten.

Gleichzeitig zeichneten Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller, Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt und der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, 40 Unparteiische aus den unterschiedlichsten Sportarten für ihr Engagement aus. Dies stellvertretend für die vielen tausend Schiedsrichter in Hessen, ohne die Wettkampfsport so nicht möglich wäre. „Sie wirken mit ihrem in der Regel ehrenamtlichen Tun nicht nur für den Sport, sondern weit über den Sport hinaus in die Gesellschaft hinein“, so Dr. Rolf Müller. In Zeiten, in denen Polizei und Rettungskräfte in ihrer Tätigkeit zum Teil behindert und respektlos behandelt würden, brauche es Menschen wie die Schiedsrichter, die Vorbild seien, lobte der Sportbund-Chef das Engagement der Unparteiischen.

Sport als Schule des Lebens

Der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Michael Bußer, freute sich, dass der Landessportbund die von Ministerpräsident Volker Bouffier ins Leben gerufene Initiative „Hessen lebt Respekt“ unter anderem mit der Auszeichnung der Schiedsrichter aufgegriffen habe. Sport vermittle Werte wie Disziplin, Fleiß, Durchhaltevermögen, Fair Play und Toleranz. „Der Sport ist eine Schule des Lebens, in der man manches Mal mehr lernt, als in der richtigen Schule“, betonte Staatssekretär Bußer Ein Satz, der die in weiten Teilen positiven Ausprägungsmerkmale des Sports deutlich beschrieb.

In den Gesprächsrunden unterstrichen u.a. die Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer, die Fußball-Legende Dieter Müller, der langjährige Bundesliga-Referee Lutz Wagner und der Präsident des Hessischen Basketball Verbands Michael Rüspeler die Bedeutung des Respekts weit über den Sportplatz hinaus. Den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern für ihre wertvolle Arbeit den Rücken zu stärken, war ein zentrales Anliegen des Abends, der von Professor Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident des Landessportbundes Hessen, moderiert wurde.

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht ist auf der Seite des Landessportbundes nachzulesen.