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Hessischer Verdienstorden für Hans Rohn aus Hattersheim am Main

Staatsminister Axel Wintermeyer: „Er hat den Myasthenie-Betroffenen eine Stimme gegeben“

Gruppenfoto mit dem Hattersheimer Bürgermeister Klaus Schindling, Prof. Dr. Rudolf Janzen, Preisträger Hans Rohn und Staatsminister Axel Wintermeyer.
Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer (1.v.r.), hat heute den Hessischen Verdienstorden am Bande an Hans Rohn (2.v.r.) überreicht. Mit dem Preisträger freuen sich der Bürgermeister von Hattersheim, Klaus Schindling (1.v.l.) und Prof. Dr. Rudolf Janzen (2.v.l.).

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat Hans Rohn aus Hattersheim am Main den Hessischen Verdienstorden überreicht. „Angesichts einer schweren Erkrankung nicht den Mut zu verlieren, ist eine große Herausforderung. Sich überdies ausdauernd und voller Energie für andere Betroffene und deren Angehörige einzusetzen, ist eine bewundernswerte Leistung und zeugt von großer Hingabe“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer bei der Ehrung in der Hessischen Staatskanzlei. Der heute 66-jährige Hans Rohn leidet an der seltenen Autoimmunerkrankung Myasthenie. Nach seiner Diagnose 1992 hatte er in der Deutschen Myasthenie Gesellschaft e.V. (DMG) Beistand und Unterstützung gefunden und wenig später begonnen, sich selbst ehrenamtlich in der DMG zu engagieren.

„Heute, nach mehr als 26 Jahren des unermüdlichen Einsatzes, leitet er die Gesellschaft als Vorsitzender. In Selbsthilfegruppen, bei der Motivation anderer Ehrenamtlicher und als Patientenvertreter in einer Vielzahl von Gremien hat sich Hans Rohn nachhaltig und mit großem Erfolg für die Belange der Betroffenen eingesetzt“, betonte Staatsminister Axel Wintermeyer. „Er hat die Mitgliedschaft der DGM im europäischen Dachverband der Myasthenie-Selbsthilfegruppen vorangetrieben und sich in einer ganzen Reihe von Ausschüssen und Expertengruppen eingebracht.“ Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich der DMG sind Workshops für Neubetroffene: „Nach der Diagnose haben die Menschen einen besonderen Informations- und Austauschbedarf. Es ist auch Hans Rohn zu verdanken, dass sie in der DMG kompetente und mitfühlende Ansprechpartner finden, die sie in dieser schwierigen Phase begleiten und unterstützen“, sagte Staatsminister Axel Wintermeyer.

„Auch durch seinen Einsatz für eine von Patienten getragenen Zertifizierung für Therapiezentren hat Hans Rohn den Myasthenie-Betroffenen eine Stimme gegeben und die Behandlungssituation der Erkrankten verbessert“, betonte Staatskanzleichef Axel Wintermeyer. „Er musste wegen seiner Erkrankung im Alter von 45 Jahren seinen Beruf als Postbeamter aufgeben und hilft seither als unermüdlicher Organisator und Motivator anderen Betroffenen dabei, mit ihrer Erkrankung zu leben“, so Staatsminister Axel Wintermeyer. „Für die Mitglieder der DMG und ihre Angehörigen hat Hans Rohn Großes geleistet. Durch seine eigene Erfahrung als Betroffener hat er bei der Verbesserung der Gesundheitsversorgung und der politischen Interessenvertretung aller Myasthenie-Erkrankten stets den Blickwinkel der Patienten eingebracht und hat mit seinen Empfehlungen neue präventive, therapeutische und rehabilitative Maßnahmen anregen können.“