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HESSEN INVESTIERT IN DIE INTEGRATION, UM KOMMUNEN ZU ENTLASTEN

Landesprogramm „WIR“ auf 8,85 Mio. € aufgestockt und konzeptionell erweitert

Menschen reichen sich die Hände.

Staatssekretär Jo Dreiseitel: „Fallmanager sollen Flüchtlingen in den Kommunen den Einstieg erleichtern“

Die Abgeordneten des Hessischen Landtags haben sich in der heutigen Plenarsitzung mit der Ausweitung des Landesprogramms „WIR“ beschäftigt. Es wurde entschieden, das Landesprogramm finanziell auf 8,85 Millionen Euro aufzustocken und um neue Konzepte zu erweitern. „Wir investieren erheblich in die Integration, um die Kommunen bei der Integrationsaufgabe zu unterstützen. Die Neuerungen im „WIR“-Programm stellen den Kommunen vielfältige Förderangebote zur Verfügung, damit diese noch passgenauer reagieren können“, so der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel heute in Wiesbaden.

So wurde bereits im Jahr 2016 das WIR-Programm durch das neue Landesprogramm „MitSprache – Deutsch 4U“ ergänzt und damit von 3,1 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro ausgeweitet. In den „Deutsch 4U“-Kursen bekommen Flüchtlinge die Gelegenheit zum niedrigschwelligen Erwerb der Deutschen Sprache. Zudem wird die etablierte Förderung ehrenamtlicher Integrationslotsinnen und –lotsen ausgebaut. Bisher konnten die Ausbildung und der Einsatz von Integrationslotsinnen und -lotsen nicht gefördert werden, wenn es um Flüchtlinge ging. Die Landesregierung entwickelt die Lotsenarbeit jetzt fort: ab 2017 wird auch die Qualifizierung und der Einsatz von Integrationslotsinnen und –lotsen, die mit Geflüchteten arbeiten,  gefördert. Hierfür stehen ab 2017 zusätzlich 500.000 € zur Verfügung. Hierdurch werden die Flüchtlinge niedrigschwellig und punktgenau bei der Lösung von Alltagsproblemen unterstützt.

Kommunen durch WIR-Fallmanager weiter entlasten

Künftig sollen beispielsweise die Kommunen durch neu geschaffene WIR-Fallmanager für Flüchtlinge weiter entlastet werden. Die WIR-Fallmanager für Flüchtlinge sind ein Kernpunkt der zusätzlichen Förderung. Gefördert wird die Einrichtung einer Personalstelle  in allen  33 hessischen Landkreisen, kreisfreien Städten und Sonderstatusstädten mit jeweils 50.000 Euro, insgesamt stehen 1,65 Millionen Euro zur Verfügung.  Die WIR-Fallmanager sollen Flüchtlingen einen Überblick über die bestehenden Angebote geben und sie passgenau zu den zuständigen Stellen weiterleiten. Um dies in Breite zu tragen, sollen sie ein Lotsen- bzw. Patennetzwerk auf kommunaler Ebene aufbauen und diese begleiten. Schließlich sollen sie die Koordination zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen unterstützen. Mit den bereits eingeführten WIR-Koordinatoren und den für Flüchtlinge zuständigen Stellen sollen sie eng kooperieren.

Ab sofort kann die Förderung durch die hessischen Landkreise, kreisfreien Städte und Sonderstatusstädte beantragt werden. Diese können die Mittel auch an einen gemeinnützigen Träger weiterleiten. „Mit diesem Schritt verdoppeln wir nicht nur die Anzahl geförderter Integrationsfachleute von 33 auf 66, sondern erweitern das WIR-Programm konzeptionell, um die Integration von Flüchtlingen nachhaltig zu fördern“ so Dreiseitel abschließend.