Direkt zum Inhalt

Hessen fördert „Orte des Respekts“

Europastaatssekretär Mark Weinmeister übergibt Förderbescheide für zwei Projekte in Wiesbaden und Bad Schwalbach

Blücherschule in Wiesbaden
Blücherschule in Wiesbaden

Im Rahmen der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ fördert die Hessische Landesregierung Initiativen, die sich für einen respektvollen Umgang miteinander und für die Vermittlung entsprechender Werte in der Gesellschaft einsetzen. Europastaatssekretär Mark Weinmeister hat am Mittwoch Förderbescheide an zwei Projekte in Wiesbaden und Bad Schwalbach übergeben und diese als „Orte des Respekts“ gewürdigt.

„In einer Gesellschaft, in der das Klima rauer wird, werben wir für Werte wie Rücksichtnahme, Toleranz und Achtung im Umgang miteinander“, sagte Weinmeister. „Dazu suchen wir Menschen, die Vorbilder sind. Wir unterstützen aber auch Initiativen, die sich um die Vermittlung dieser Werte bemühen. Gegenseitiger Respekt und Dialogbereitschaft sind die Grundvoraussetzung für ein gutes Miteinander und damit auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Weinmeister lobte sowohl den Förderverein der Blücherschule als auch die Evangelische Freikirchliche Gemeinde Bad Schwalbach für ihre Projekte.

Projektvorstellung

Die Blücherschule in Wiesbaden ist eine von derzeit 32 zertifizierten Europaschulen in Hessen und im vergangenen Jahr vom Bundesbildungsministerium als eine der zehn engagiertesten Schulen in Deutschland ausgezeichnet worden. An der Ganztagsgrundschule werden 480 Schülerinnen und Schüler aus 36 Nationen unterrichtet. Der Förderverein möchte eine Brachfläche als Schulhof umbauen. Dort sollen insbesondere Balancier-Baumstämme errichtet werden. Sie spielen eine besondere Rolle bei der Ausbildung sogenannter Streitschlichter. Durch die Balancier-Bäume ist es möglich, konkrete Übungen zur Stärkung von Vertrauen im Umgang mit- und füreinander anzubieten. Das Projekt wird als „Ort des Respekts“ mit 7.000 Euro gefördert.

Die Evangelische Freikirchliche Gemeinde Bad Schwalbach hat sich nach einem Brand in ihrem Gemeindehaus 2016 entschieden, in einem Teil ihrer Räume ein Begegnungscafé zu eröffnen. Dort sollen verschiedene Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit zum Treffen haben, beispielsweise Flüchtlinge, ältere Menschen, aber auch Jugendliche. Das Begegnungscafé soll zunächst vierzehntägig geöffnet sein und wird ehrenamtlich von Gemeindemitgliedern betrieben. Die Gemeinde plant, Kuchen und Kaffee kostenfrei oder gegen eine kleine Spende anzubieten. Das Projekt wird als „Ort des Respekts“ mit 5.000 Euro gefördert.

Evangelische Freikirchliche Gemeinde Bad Schwalbach
Evangelische Freikirchliche Gemeinde Bad Schwalbach, Foto: Staatskanzlei

 

Hintergrund:

Das Land Hessen fördert Projekte und Maßnahmen, die als „Orte des Respekts“ die Leitlinien der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ umsetzen. Gefördert werden:

  • Bildungsmaßnahmen, die der Vermittlung von Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens und respektvollen Verhaltens sowie der Vertiefung der demokratischen Grundwerte dienen,
  • Beteiligungsprojekte, die in gemeinsamen Aktivitäten von Vereins-, Jugend-, Senioren- oder Migrantengruppen gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme fördern und einüben,
  • Begegnungsangebote, die dem Zusammentreffen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen dienen (verschiedene Generationen, Menschen unterschiedlicher Herkunft und weltanschaulicher oder religiöser Überzeugung) und dabei die Stärkung der Respekt- und Anerkennungskultur zum Ziel haben.