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Gegen Hass und Mobbing im Internet

Europastaatssekretär Mark Weinmeister nimmt im Rahmen des Projekts „Respekt digital“ an einem Workshop der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt teil.

Hessen lebt Respekt

„Das Internet macht es kinderleicht, über andere Leute herzuziehen. Da werden aus sachlicher Kritik schnell wüste Beschimpfungen und Hass. Deshalb brauchen wir eine Kampagne, die sich für einen respektvollen Umgang einsetzt, und deshalb gibt es ,Respekt digital‘“, sagt Mark Weinmeister. Der hessische Europastaatssekretär, selbst eifriger Nutzer sozialer Medien wie Facebook und Twitter, hat am Donnerstag an der Justus-Liebig-Schule in Darmstadt an einem Workshop teilgenommen, der sich mit den Auswirkungen von Hass, Fake News und Mobbing im Internet beschäftigt. Weinmeister hat mit den Jugendlichen über ihre eigenen Erfahrungen diskutiert.

In dem von ihr ausgerufenen „Jahr des Respekts“ will die Hessische Landesregierung ein deutliches Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in der Gesellschaft setzen. Mit verschiedenen Aktionen wirbt sie für Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft, zum Beispiel gegenüber Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, im Sport, im ÖPNV und im Straßenverkehr, aber auch gegenüber Flüchtlingen oder älteren Menschen. Ein Themenschwerpunkt soll auch auf den neuen Medien liegen.

Umgang mit Cybermobbing vermittelt

„Nicht jeder macht sich klar, was ein böses Gerücht, ein gemeines Bild oder ein hasserfüllter Satz im Internet im wahren Leben anrichten können“, sagt Mark Weinmeister. „Laut Umfragen sind viele Jugendliche irgendwann schon einmal das Opfer von Cybermobbing geworden. Gerade junge Menschen wissen aber oft nicht, wie sie damit umgehen sollen.“

An dieser Stelle setzt das Projekt „Respekt digital“ an, das gemeinsam mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) veranstaltet wird. Die Darmstädter Justus-Liebig-Schule ist eine von fünf hessischen Schulen, die nach einer Bewerbung für einen viertägigen Workshop ausgewählt wurden. Er besteht in der ersten Phase aus einer zweitägigen Medienbildung. Hierbei erfahren die Jugendlichen zum Beispiel, mit welchen Mitteln sie die Seriosität von Webseiten oder den Wahrheitsgehalt von YouTube-Videos überprüfen können. Sie erhalten auch Tipps dazu, wie man Manipulationen an Bildern erkennen kann.

Medien von Jugendlichen für Jugendliche

Im zweiten Teil folgen zwei Tage praktische Medienproduktion. Hierbei erstellen die Jugendlichen unter Anleitung von Medienprofis eigene Videos, Musikstücke oder Fotos, die für mehr Respekt im Internet werben und Jugendliche ansprechen sollen. Deshalb werden sie später über die Online-Kanäle der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ verbreitet.

„Wir alle leben mit dem Internet, und wir wollen die vielen Vorteile, die es bringt, ja auch nicht missen. Aber auch wenn Jugendliche anscheinend geradezu intuitiv im Netz unterwegs sind, brauchen sie Hilfe und Anleitung, um das Internet kritisch und reflektiert zu nutzen. Dazu leiste ich gern meinen eigenen Beitrag“, sagt Mark Weinmeister.

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen und wirbt mit konkreten Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang. Kooperationspartner der Projekte sind die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien. Als Medienpartner fungieren die Verlagsgruppe Rhein Main und Hit Radio FFH. Prominente Patin der Kampagne ist Nele Neuhaus mit ihrer Stiftung.