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Für ein respektvolles Miteinander – auch im Internet

Finanzminister Dr. Schäfer diskutiert an der Wirtschaftsschule Gießen über Hass und Mobbing in sozialen Medien.

Respekt Digital

„Das Internet ist eine tolle Erfindung – in Sekundenschnelle findet man Informationen zu vielen Themen und kann sich ungeachtet räumlicher Entfernungen unkompliziert mit anderen Menschen austauschen. Die Tatsache, dass sie ihrem Gegenüber nicht leibhaftig gegenübersitzen, verleitet manche Leute jedoch dazu, sich im Ton zu vergreifen, zu beschimpfen und zu mobben. Deshalb haben wir die Kampagne ,Respekt digital‘ ins Leben gerufen, die sich für ein respektvolles Miteinander im Internet einsetzt“, erklärte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

Der Minister war heute an der Wirtschaftsschule am Oswaldgarten in Gießen zu Gast, um an einem Workshop der elften Klasse mitzuwirken. Dieser befasst sich mit den Auswirkungen von Hass, Fake News und Mobbing im Internet. Als Nutzer der Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram tauschte Schäfer sich mit den Jugendlichen über ihre Erfahrungen in den sozialen Medien aus.

„Jahr des Respekts“

In dem von ihr ausgerufenen „Jahr des Respekts“ will die Hessische Landesregierung ein deutliches Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in der Gesellschaft setzen. Mit verschiedenen Aktionen wirbt sie für Toleranz, Fairness, Anerkennung und Hilfsbereitschaft, zum Beispiel gegenüber Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften, im Sport und im Straßenverkehr, aber auch gegenüber Flüchtlingen oder älteren Menschen. Ein Themenschwerpunkt soll auch auf den neuen Medien liegen.

„Wer meint, er könne anonym im Internet seinen Hass verbreiten, der täuscht sich. Das Netz ist keine gesetzesfreie Zone – und Nutzer von sozialen Netzwerken  hinterlassen Spuren, anhand derer ihre Identität herausgefunden werden kann“, sagte der Minister. An die Schülerinnen und Schüler appellierte er, dass böse Gerüchte, gemeine Bilder oder hasserfüllte Aussagen im Internet großen Schaden bei den Betroffenen anrichten können. „Gebt Pöblern und Trollen im Netz keine Chance – am besten ist es, ihre Kommentare zu ignorieren und sie direkt bei den Anbietern von sozialen Netzwerken zu melden, damit sie gelöscht werden. Es ist ein bisschen so wie beim Fußball: Wer für sein Fehlverhalten die rote Karte erhält, überlegt es sich zweimal, ob er sich nochmal schlecht benimmt“, erläuterte Schäfer. 

Medienbildung und Medienproduktion

Das Projekt „Respekt digital“ zum Thema Cybermobbing wird in Kooperation mit der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) veranstaltet. Die Wirtschaftsschule am Oswaldgarten ist eine von fünf hessischen Schulen, die nach einer Bewerbung für einen viertägigen Workshop ausgewählt wurden. Er besteht in der ersten Phase aus einer zweitägigen Medienbildung. Hierbei erfahren die Jugendlichen zum Beispiel, mit welchen Mitteln sie die Seriosität von Webseiten oder den Wahrheitsgehalt von YouTube-Videos überprüfen können. Sie erhalten auch Tipps dazu, wie man Manipulationen an Bildern erkennen kann. Im zweiten Teil folgen zwei Tage praktische Medienproduktion. Hierbei erstellen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Medienprofis eigene Videos, Musikstücke oder Fotos, die für mehr Respekt im Internet werben und Jugendliche ansprechen sollen. Diese werden später über die Online-Kanäle der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ verbreitet.

„Ich mag das Internet als Kommunikationsmittel viel zu sehr, als dass ich es denjenigen überlassen möchte, die dort Hass verbreiten wollen. Deshalb bin ich froh, dass es Projekte wie ,Respekt digital‘ gibt, die für einen fairen zwischenmenschlichen Umgang in den sozialen Medien werben. Auf eure kreativen Ideen für mehr Respekt im Netz freue ich mich schon sehr“, so Schäfer zum Abschluss seines Besuchs.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen und wirbt mit konkreten Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang. Kooperationspartner der Projekte sind die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien. Als Medienpartner fungieren die Verlagsgruppe Rhein Main und Hit Radio FFH. Prominente Patin der Kampagne ist Nele Neuhaus mit ihrer Stiftung.

Weitere Informationen zum Projekt „Respekt digital“, das im Auftrag der Hessischen Landesregierung und der Landesanstalt für private Medien durchgeführt wird, finden Sie hier.

Alle abgebildeten Fotos sind von der ausführenden Agentur Medienblau.

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Foto Agentur Medienblau

 

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