Direkt zum Inhalt

Finanzminister zeichnet Initiatorin der Kulturloge Marburg als Mensch des Respekts aus

„Kultur für alle! Die Idee der Kulturloge erobert ganz Deutschland. Respekt!“

Hilde Rektorschek ist ein „Mensch des Respekts“. Die Auszeichnung wurde ihr durch Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreicht.
Hilde Rektorschek ist ein „Mensch des Respekts“. Die Auszeichnung wurde ihr durch Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreicht.

„Die Idee ist einfach, die Wirkung einfach wunderbar: Konzerte, Theateraufführungen oder Kinosäle sind nicht immer ausverkauft, immer aber gibt es Kulturinteressierte, die sich die Teilnahme jedoch nicht ohne weiteres leisten können. Die Kulturloge Marburg bringt beides zusammen. Sie ermöglicht so vielen Menschen mit geringem Einkommen die Teilhabe am kulturellen Leben. Allein im vergangenen Jahr wurden dadurch 1.697 Kulturerlebnisse ermöglicht. Ich bin mir sicher, dass viele davon lange in Erinnerung, vielleicht sogar unvergessen bleiben. Respekt vor dieser Idee und der Arbeit. Respekt ist es auch, den sie in der Kulturloge ihren 360 Kulturgästen entgegenbringen“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute bei der Kulturloge Marburg.

Dort zeichnete er die Initiatorin Hilde Rektorschek als Mensch des Respekts aus. „Sehr geehrte, liebe Frau Rektorschek! Kultur für alle! Diese Idee tragen Sie mittlerweile als Vorsitzende des Bundesverbands Kulturloge weit über Marburg hinaus. Ich habe tiefen Respekt vor Ihrem Einsatz. Die Auszeichnung ist nicht nur hochverdient, sie soll Sie auch anspornen, auf diesem Weg weiter zu gehen“, würdigte Finanzminister Schäfer die Ausgezeichnete.

Nicht verkaufte Eintrittskarten werden vermittelt

Die Kulturloge Marburg e.V. vermittelt nicht verkaufte Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen an Familien mit geringen Einkommen (Kulturgäste). Der Kulturloge ist es besonders wichtig, niemanden bloßzustellen oder zu beschämen. Deshalb müssen sich Menschen mit geringem Einkommen nicht bei der Kulturloge selbst anmelden, sondern bei Sozialinitiativen oder Institutionen, mit denen sie ohnehin in Kontakt stehen. So werden sie zu Kulturgästen. Was in Marburg begann wird mittlerweile in 35 Kulturlogen in ganz Deutschland praktiziert.

„Als ‚wahre Glücksbringer‘ bezeichnen viele Kulturgäste die bundesweiten Kulturlogen und freuen sich über die Gespräche mit den VermittlerInnen und über die schönen Stunden in Theater, Konzert, Kino oder beim Sport“, sagte Hilde Rektorschek. „Das ermutigt mich, weiterhin die Grundsätze ‚behutsam, würdevoll und nachhaltig‘ den Neugründern von Kulturlogen näher zu bringen.“

Die Gallionsfigur der Kulturlogen in Deutschland

„Sie, Frau Rektorschek sind so etwas wie die Gallionsfigur der Kulturlogen in Deutschland. Gerne möchte ich die Auszeichnung für Sie aber auch verstanden wissen als Anerkennung für die vielen Menschen, die diese Idee weiterhin in Marburg, aber mittlerweile auch in Eschwege, Gießen, Hanau und Kassel, ja in vielen Städten ganz Deutschlands voranbringen“, sagte der Finanzminister.

Alexandra Klusmann, heutige 1. Vorsitzender der Kulturloge Marburg, ergänzte: „‘Kultur ist Nahrung für Seele und Geist‘: Nach diesem Motto handeln die Kulturlogen. Sozialinstitutionen, Kultur- und Sportveranstalter und Ehrenamtliche öffnen den vielen Kulturgästen die Türen, helfen Schwellen zu überschreiten und laden sie ein, ‚Teil der Gemeinschaft zu sein‘.“

500 Euro aus Mitteln des Ministeriums mitgebracht

Neben der Auszeichnung bracht der Finanzminister auch noch Geld mit: 500 Euro aus Mitteln des Ministeriums. „Viele Institutionen in Marburg warten nicht erst darauf, ob Karten für Veranstaltungen unverkauft bleiben, sondern stellen der Kulturloge von vornherein Ticketkontingente zur Verfügung. Auch das verdient Respekt und Anerkennung! Ich weiß aber, dass die Kulturloge häufiger Familien gerade einen Besuch im Kino ermöglichen möchte, als das die Freikarten hergeben. Daher möchte ich Ihnen und Ihren Kulturgästen mit unserem Beitrag den ein oder anderen Kino- und Popcorngenuss bieten“, so Schäfer.

Doch nicht nur das: Der Finanzminister kündigte auch eine dauerhafte Unterstützung aller hessischen Kulturlogen an: „LOTTO Hessen unterstützt viele kulturelle Veranstaltungen in ganz Hessen, etwa das Rheingau Musik Festival. Als Aufsichtsratsvorsitzender von LOTTO Hessen kann ich die gute Nachricht überbringen, dass wir ab dem kommenden Jahr die Kulturlogen in Hessen, vor allem aber deren Kulturgäste regelmäßig mit Karten unterstützen werden. Ihre Idee, Frau Rektorschek, steckt an!“

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat Jahr das 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen. Mit der Kampagne „Hessen lebt Respekt“ wirbt das Land für ein respektvolles Miteinander, Toleranz und Rücksichtnahme im Alltag sowie für gesellschaftliche Vielfalt und ehrenamtliches Engagement. Im Laufe des Jahres werden von der Landesregierung regelmäßig „Orte des Respekts“ gefördert und „Menschen des Respekts“ ausgezeichnet, damit das Werben um Fairness, Rücksichtnahme und Gemeinsinn in der Gesellschaft in die Breite getragen wird.