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Delegation kanadischer Polizisten informiert sich über die Initiative „Hessen lebt Respekt“ und den Schutz von Polizeibeamten

„Respekt vor anderen und vor dem Rechtsstaat und seinen Vertretern sind zwei Seiten einer Medaille“, betonte Staatssekretär Michael Bußer.

Staatssekretär Michael Bußer
Staatssekretär Michael Bußer

Der Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer, konnte gestern in Wiesbaden eine Delegation kanadischer Polizeiführungskräfte begrüßen, die sich über die Initiative „Hessen lebt Respekt“ und den Einsatz der Hessischen Landesregierung für die Wertschätzung von Polizeibeamten informiert haben. Dabei betonte der Staatssekretär, dass das Miteinander in der Gesellschaft nur gut funktionieren könne, wenn die Achtung vor den Mitmenschen in gleichem Maße gelte wie die Achtung vor Recht und Gesetz: „Respekt vor anderen und vor dem Rechtsstaat und seinen Vertretern sind zwei Seiten einer Medaille. Dabei verdienen insbesondere die schwierige Arbeit der Polizeibeamtinnen und -beamten und ihr Beitrag für ein friedliches und gutes Zusammenleben unsere höchste Anerkennung.“

Internationale Studie zu Inklusion und Respekt

Die vier Beamtinnen und Beamten der Royal Canadian Mounted Police, Waterloo Regional Police, Ontario Provincial Police und Durham Regional Police besuchen anlässlich einer Studie des „Executive Global Studies Program“ Deutschland, um sich über den Umgang mit Gleichheit, Inklusion und Respekt innerhalb der Polizeibehörde und darüber hinaus zu befassen. Dabei sind die Organisatoren auch auf die Initiative „Hessen lebt Respekt“ aufmerksam geworden und haben den Informationsaustausch in der Hessischen Staatskanzlei angefragt. Mit mehr als 60 Auszeichnungen von „Menschen des Respekts“ und 26 prämierten „Orten des Respekts“ hat die hessische Respekt-Kampagne im letzten Jahr engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Institutionen bei der Stärkung des Respekts in der Gesellschaft unterstützt. An Projekten wie „Respekt digital“, dem Schreibwettbewerb „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ und dem Schülervideowettbewerb haben sich mehr als 1.400 Kinder und Jugendliche beteiligt und mit Fragen des Respekts in den sozialen Medien, in der Schule oder im Alltag auseinandergesetzt. Geworben wurde mit den Verkehrsverbünden und dem Bündnis „Sicher unterwegs in Hessen“ für mehr Rücksicht im Straßenverkehr und auch im Sport entfaltete die Initiative mit Workshops, Turnieren und Informationsmaterialien eine breite Wirkung.

Hessische und deutsche Initiativen zum Schutz der Polizeikräfte

Das besondere Engagement der Hessischen Landesregierung für die Anerkennung und den Schutz von Polizistinnen und Polizisten stellten Kollegen des Landespolizeipräsidiums am Beispiel der Kampagne zur „Schutzschleife“ und der hessischen Bundesratsinitiative für einen Schutzparagrafen im Strafgesetzbuch vor. Die hessische Initiative wurde vom Bundesgesetzgeber aufgegriffen und im April 2017 umgesetzt. Seitdem stehen Angriffe gegen Einsatzkräfte grundsätzlich unter Strafe. Mit der zugleich gestarteten Solidaritätskampagne „Schutzschleife“ können Bürgerinnen und Bürger ihre Verbundenheit mit den Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte zeigen. Mittlerweile hat das Hessische Innenministerium über 60.000 Schutzschleifen ausgegeben. „Der Schutzparagraf und die Schutzschleife sind für uns wichtige Zeichen für die Würdigung der täglichen Arbeit, die bei der Polizei, der Feuerwehr, dem Katastrophenschutz und den Rettungsdiensten tagtäglich für unser Gemeinwesen geleistet wird“, so Regierungssprecher Bußer bei der Vorstellung beider Initiativen. „Auch die Kampagne ‚Hessen lebt Respekt‘ hat dabei durch eine Dankaktion in der Vorweihnachtszeit noch einmal unterstrichen, dass wir um diesen wertvollen Dienst für die Allgemeinheit wissen und diesen sehr hoch schätzen.“

Im Gespräch der Polizeikräfte aus Kanada und Hessen tauschten sich diese auch intensiv über die interkulturelle Kompetenz der Polizei in beiden Ländern und die großen Anstrengungen zur Stärkung der Integration von Bürgerinnen und Bürgern mit unterschiedlicher kultureller Herkunft aus. Die Bedeutung eines gemeinsamen Fundamentes an demokratischen Werten und Grundregeln im Miteinander hoben beide Seiten dabei hervor.