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DANKESCHÖN-AKTION

Finanzstaatssekretär Dr. Worms besucht Palliativstation des St. Josefs-Hospitals.

(V.l.n.r.) David Leismann (Pflegerische Leitung), Thomas Reckmeyer (Geschäftsführer), Sabine Zingel (Assistentin Palliativteam), Martin Bosch (Geschäftsführer), Dr. Bernd Oliver Maier (Chefarzt Med. Klinik III Palliativmedizin & Onkologie) und Staatssekretär Dr. Martin Worms.
(V.l.n.r.) David Leismann (Pflegerische Leitung), Thomas Reckmeyer (Geschäftsführer), Sabine Zingel (Assistentin Palliativteam), Martin Bosch (Geschäftsführer), Dr. Bernd Oliver Maier (Chefarzt Med. Klinik III Palliativmedizin & Onkologie) und Staatssekretär Dr. Martin Worms.

„Der Gedanke, an einer unheilbaren Krankheit zu leiden und bald sterben zu müssen, löst in uns Menschen ein Gefühl von Angst und Beklemmung aus. Doch dieser Gedanke ist für viele Realität. Wenn der Weg des Lebens bedingt durch Krankheit absehbar zu Ende geht, dann sind Sie da. Sie bleiben an der Seite dieser Menschen. Schritt für Schritt. Mit einer hochkompetenten medizinischen Behandlung und einer sehr warmherzigen, zutiefst menschlichen und individuellen Begleitung. Dafür sage ich Ihnen „Danke“ – im Namen der Hessischen Landesregierung.“ Diese Worte richtete Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms bei seinem Besuch auf der Palliativstation des St. Josefs-Hospitals in Wiesbaden an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Staatssekretär nahm sich im Rahmen der Dankeschön-Aktion der Landesregierung Zeit, um den Beschäftigten des Krankenhauses Gehör zu schenken und ihnen seinen Respekt für die tagtäglich schwere und herausfordernde Arbeit zu zollen. „Mit der Dankeschön-Aktion möchte die Landesregierung gerade in der Advents- und Weihnachtszeit ganz bewusst den Blick von uns allen auf die Helferinnen und Helfer lenken, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit, selbst an Wochenenden und Feiertagen, um ihre Aufgaben zugunsten der Gesellschaft kümmern. Der Dank an Sie ist zugleich ein Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Krankenhauses“, erklärte Dr. Martin Worms.

Interdisziplinäres Team für stationäre und ambulante Versorgung

Bei der Arbeit der Palliativmedizin im St. Josefs-Hospital geht es um die Linderung von körperlich bedingten Symptomen sowie um die psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung von schwer und unheilbar erkrankten Menschen und ihren Angehörigen. Dafür steht ein Team aus erfahrenen Ärzten und Pflegern, Psychologen, Sozialarbeitern, Seelsorgern sowie Physio- und Musiktherapeuten zur Verfügung. Die rund 50 Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte werden durch das ökumenische Seelsorgeteam des Hauses und weitere ehrenamtliche Kräfte aus dem Hospizverein unterstützt. Die palliativmedizinische Behandlung kann stationär oder ambulant erfolgen. Der Staatssekretär brachte einen Bescheid über 500 Euro aus Mitteln des Finanzministeriums mit, um der Palliativstation eine kleine Anschaffung zu ermöglichen.

„Mit Ihrer Arbeit bringen Sie ein Licht in die Welt“

„Tagtäglich gehen Sie persönlich an Ihre Grenzen und darüber hinaus. Sie investieren viel in diese außerordentlich anspruchsvolle und herausfordernde ‎Aufgabe. Sie lindern Schmerzen und schaffen Raum für Hoffnung, wo auf den ersten Blick keine mehr zu sein scheint. Mit Ihrer Arbeit bejahen Sie das Leben und akzeptieren zugleich den Tod – als ein Teil unseres Lebens“, so Dr. Martin Worms, der weiter sagte: „Ich möchte nicht allzu pathetisch klingen, aber ich finde, Ihre Arbeit trägt den Kern der Weihnachtsbotschaft so schön erkennbar in sich: Durch Ihren Einsatz bringen Sie ein Licht in die vermeintliche Dunkelheit auf der letzten Etappe des Lebens und damit ein Licht in die Welt. Ich hoffe, und ich wünsche mir, dass sich daran viele Menschen ein Beispiel nehmen und erkennen, wie wichtig es ist, für seine Mitmenschen da zu sein.“

Die Besonderheit der Palliativmedizin

„Die Palliativmedizin ist eine besondere Fachrichtung, denn sie befasst sich mit schwer kranken Patienten, bei denen nicht mehr die Heilung im Vordergrund steht, sondern Lebenszeit und -qualität. Jeder in unserem Behandlungsteam aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften muss sehr individuell und flexibel über den Behandlungsplan entscheiden und dies in engem Austausch mit den Patienten und mit deren Umfeld. Uns begegnen jeden Tag besonders fordernde Situationen, denn hier werden Menschen behandelt, bei denen aktuell die symptomatische Belastung im Vordergrund steht, was auch die Begleitung in der Sterbephase umfasst. Unser Anspruch ist dabei, diese Phase medizinisch zielgerichtet und menschlich intensiv unter Wahrung von Würde, Respekt und Selbstbestimmung für die Patienten und ihre Angehörigen zu gestalten und zwar an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden lang. Wir empfinden es als große Ehre, wenn seitens des Landes Hessen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Teams der Palliativmedizin im JoHo Respekt entgegen gebracht wird“, sagte Chefarzt Dr. med. Bernd Oliver Maier, Palliativmedizin und Onkologie, des St. Josefs-Hospitals.